Aristech in EU-Forschungsprojekt „GAMBAS“ erfolgreich

 

 

Reisende in fremden Städten kennen diese Fragen: Kann ich die nächste Bushaltestelle noch rechtzeitig erreichen? Wann und wo fährt mein Anschlusszug, wenn der Bus, in dem ich sitze, Verspätung hat? Ist die nächste U-Bahn bereits überfüllt? …

Mit dem internationalen GAMBAS-Projekt der EU, an dem die Heidelberger Aristech GmbH beteiligt ist, werden diese Fragen beantwortet und dem App-Nutzer entsprechende höchstaktuelle Informationen auf seinem Smartphone automatisch bereitgestellt.

Aristech hat in diesem spannenden und ambitionierten Projekt die Aufgabe, aus den Umgebungsgeräuschen und dem Nutzerverhalten Informationen über dessen Standortumgebung und Reiseabsichten zu gewinnen, um ihm entsprechende Zusatzinformationen zu liefern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf gleichzeitig absoluter Datensicherheit – ein sehr aktuelles Thema: wenn es der Nutzer möchte, werden die Daten nur auf dem Mobilgerät gespeichert und verarbeitet.

Im Projekt hat Aristech zunächst ein Tool entwickelt, das ein Audiosignal soweit reduziert, dass es zwar minimalen Speicherplatz erfordert, jedoch gleichzeitig alle relevanten Informationen aufrechterhalten werden. In der zweiten Projektphase, entwarf Aristech die sogenannte Noisemap, die die Kategorisierung verschiedener Umgebungen ermöglicht. Außerdem hat Aristech hierfür einen robusten, ressourceneffizienten Spracherkenner entwickelt, welcher rein auf dem mobilen Endgerät, also ohne Serverinteraktion, die Bedienung der Applikation per Spracheingabe ermöglicht.

„Das „Internet of Things“ ist in aller Munde: die permanente Vernetzung von Mensch und Maschine wird zur Selbstverständlichkeit in unserem Leben“, so Geschäftsführer Michael Mende, „es ist spannend, an einer sehr sinnvollen Anwendung mitzuarbeiten, die den Menschen in vielen Anwendungsfeldern großen Nutzen bringen wird. Unsere Expertise in der Spracherkennung bringt uns bei der Herausforderung ‚Geräuscherkennung’ großen Vorsprung und umgekehrt.“

Das Ziel des GAMBAS-Projektes ist die Entwicklung einer innovativen und adaptiven sog. Middleware. Sie ermöglicht es, vom Nutzerverhalten gesteuerte Dienste so zu nutzen, dass diese sich automatisch an den Nutzer anpassen. Das GAMBAS Projekt ist ein auf drei Jahre angelegtes europäisches Forschungsprojekt, das im Februar 2012 begonnen hat. Es wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms im Bereich des Internet of Things unter Grant Agreement Nr. 287661 co-finanziert. Mehr Informationen hierzu auf http://www.gambas-ict.eu/.