Innovative Sprachtechnologie – gerade auch beim ÖPNV

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Innovative Sprachtechnologie – gerade auch beim ÖPNV

VAG Freiburg setzt auf Hightech aus Heidelberg!

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) stattet ihre Busse und Straßenbahnen  mit einer eigenen Ansagestimme aus. Die Heidelberger Softwarefirma Aristech hat die Stimme mit ihrer Technologie digitalisiert und liefert die Text-to-Speech-Systeme, die die Qualität der Ansagen verbessern, das innovative Image der VAG betonen und Sprecher- und Studiokosten einsparen soll. Im Oktober soll die neue Stimme bereits live gehen und im gesamten Streckennetz der VAG zu hören sein.

Regionale Einfärbungen in der Aussprache sind in vielen Regionen längst zum Markenzeichen geworden. Auch Verkehrsbetriebe setzen auf die Sympathieträger, die in ihrem Fall aus dem Lautsprecher kommen: Ansagestimmen, mit denen sich die Fahrgäste identifizieren – und damit auch mit dem Verkehrsunternehmen.

Die Freiburger Verkehrsbetriebe haben sich entschieden, eine Mitarbeiterin zur Stimme der VAG zu wählen. Beim internen Sprechercasting setzte sich Michaela Albrecht durch. Authentisch und sympathisch kommt sie nun über die Lautsprecher, trotz ihrer Digitalisierung. Diese Kunst schafft die Heidelberger Softwareschmiede Aristech, die in diesem Bereich reichlich Erfahrung gesammelt hat: für die Österreichischen und Luxemburgischen Bahnen haben sie bereits die Stimmen professioneller Sprecherinnen „geklont“ und für sogenannte Text-to-Speech-Systeme präpariert, die Schweizerischen Bundesbahnen haben sich bereits für Aristechs TTS-Technologie entschieden. Doch auch kleinere, regionale Bahngesellschaften, wie die Schweizerische Südostbahn, nutzen zunehmend die Vorteile individualisierter Aristech-Text-to-Speech-Systeme.

Wie eine solche Stimme entsteht, ist ein hochqualifizierter Prozess: vom sogenannten „Voice Talent“, also der Person, deren Stimme digitalisiert werden soll, werden umfangreiche Aufnahmen in einem Tonstudio gemacht, begleitet von Toningenieuren sowie Computerlinguisten. Ein eigens für die Kundenanwendung erstelltes Skript dient als Basis. Je umfassender, individueller und aufwändiger dieses vorbereitet wurde, desto besser zum Schluss die Aussprachequalität der digitalen Stimme. Die Audios werden sofort und nach Abschluss der Aufnahmen kontrolliert, ggfs. nachgebessert und analysiert. Mit aufwändigen Algorithmen, Korrektur- und Glättungsprozessen wird das Audiomaterial bearbeitet und digitalisiert. Dann wird mit Spannung erwartet, welche Rohqualität bereits erreicht wurde, bevor die Stimmausgabe nochmals bearbeitet und optimiert wird. Am Ende der Prozesskette entsteht bei Aristech eine individuelle synthetische Stimme, die sehr nahe an die natürliche Stimme heranreicht. Im Idealfall kann nicht mehr unterschieden werden, ob der gehörte Text aufgenommen oder dynamisch am Computer erzeugt wurde.

„Im südbadischen hatten wir es mit Orts- und Straßennamen aus dem Alemannischen und dem Französischen zu tun“, so Aristechs Geschäftsführerin und Projektleiterin Carolin Edler-Mende, „da kommt uns unsere Erfahrung mit Multilingualität zugute, die wir in anderen Projekten gesammelt haben“.

Die VAG Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Die Stimme von Frau Albrecht mit ihrer leichten Einfärbung ins Badische kommt sehr gut rüber. Und wir können nun mit dieser Stimme schnell und flexibel auf geänderte Ansagen reagieren.“

 Über VAG

Mit fünf Stadtbahnlinien und 19 Buslinien webt die VAG ein engmaschiges Nahverkehrsnetz  für Freiburg. Die nächste Haltestelle ist zumeist gleich in der Nähe. Die Stadtbahnlinien verkehren in engen Taktfolgen und  bilden das Rückgrat der städtischen Mobilität. Damit optimal verknüpft fahren die Buslinien zu den wichtigsten Umsteigepunkten und ins Umland. Mehr als 80 Millionen – statistisch ermittelte –  Einsteiger nutzen jährlich dieses attraktive Angebot. Im Durchschnitt sind das 220.000 Fahrgäste am Tag, die die Umwelt von Abgasen und Verkehrslärm entlasten!

By |2018-11-09T18:34:53+00:00November 9th, 2018|Allgemein|0 Comments

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